process design for digital transformation
Inga von Staden

...studierte Landwirtschaft in Israel und Film in New York.

Sie arbeitete als Regieassisten an TV-Produktionen wie die Opernverfilmung „Roi David“ von Arthur Honegger für die Redaktion Musik und Theater des ZDF sowie als Creative Producer an Theaterinszenierungen wie „Ein Sommernachtstraum” von William Shakespeare unter Einbeziehung interakiver Klanginstallationen des Künstlers David Rokeby.

Bereits 1995 migrierte sie in die digitalen Medien als Creative Director und Producer für Computerspiele, Expo-Medien und Internet-Anwendungen. Unter anderem leitete sie die Adaption des Comics „A la recherche de l’Ultimate Mix“ des französischen Künstlers Fonk Filips zu einem Computerspiel, entwickelte die multimediale Rauminszenierung für die KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz, arbeitete am Deutschen Pavillion der World Expo Hannover und konzipierte die interaktiven Anwendungen für die Deutsche Telekom auf der cebit.

Später unterstützte sie als Beraterin Start-Ups wie Visono4Media, Medienunternehmen wie UFA Serial Drama oder öffentliche Einrichtungen wie das Bayerische Filmzentrum bei der digitalen Transformation. Sie hat diverse Markt- und Trendberichte zu Themen wie „Das digitale Kino kommt“ für die FFA oder „Das intelligente Haus“ für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt geschrieben, moderiert Paneldiskussionen und ThinkTanks unter anderem für FOCAL und die Swiss Game Culture der Pro Helvetia. Sie hält Vorträge zu „Medien und soziale Verantwortung“ und hat Artikel über „Künstliche Intelligenz“ veröffentlicht.

2001 initiierte Inga von Staden die academy of converging media, eine EU-geförderte Fortbildung für Fachleute aus Film und Medien um sie auf ihre zukünftige Arbeit mit digitalen Technologien vorzubereiten. Im Jahr 2002 wurde sie von der Filmakademie Baden-Württemberg gebeten zuerst interdisziplinäre Lehrprogramme, später die Transmediastrategie zu entwickeln. Heute kuratiert sie das Programm zur formatoffenen Stoffentwicklung für Studierende aus Dokumentarfilm, szenischer Regie, Drehbuch und Produktion. 2009 wurde sie an das Animationsinstitut geholt mit dem von ihr 2007 aufgebauten Studienschwerpunkt „Interaktive Medien“, den sie bis heute leitet. Außerdem betreut sie das Lehrprogramm IP-Development and Production für Studierende der Disziplinen Animation, Technical Directing, Animation Effects Producing und Interaktive Medien. Sie ist in der Jury zur Auswahl von Bewerbern für das Institut und Mitglied der Prüfungsrunde für die Diplomprojekte und -Präsentationen. Im Jahr 2012 wurde sie zur Honorarprofessorin ernannt.
Inga von Staden hat eine Coaching Ausbildung am South African College of Applied Psychology absolviert. Sie begleitet als Mentorin Studierende in ihrer beruflichen sowie persönlichen Entwicklung. Außerdem unterstützt sie Absolventen bei der Gründung eigener Studios oder der Platzierung in Medienunternehmen.

Inga von Staden wurde unter anderem vom Staatsministerium Baden-Württemberg gebeten eine Stellungnahme zur „Neuen Filmkonzeption“ und für Die Grünen eine Abhandlung über die Relevanz von Computerspielen für die Entwicklung digitaler Technologien abzugeben. 2004 baute sie für das Medienboard Berlin-Brandenburg den Bereich der "Neuen Medien" als Brücke zwischen Politik / Administration und den sich entwickelnden Branchen Games / Mobile auf. In diesem Rahmen bereitete sie die Entwicklung der neuen Fördermaßnahme für „innovative, digitale audiovisuelle Produkte“ vor und brachte die Deutsche Computerspieleentwicklerkonferenz Quo Vadis nach Berlin. Im Jahr 2013 initiierte sie das gemeinnützige Projekt TINKERTANK um Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ihrer Kreativität durch Handwerk, Elektrotechnik und Informatik zu fördern. Das gemeinnützige Projekt ist ein Eckpfeiler der Kreativgründerszene Ludwigsburg, die Inga von Staden maßgeblich unterstützt.

Inga von Staden ist Programmkuratorin bei der FMX, eine internationale Konferenz zu Animation, Special Effects, Games und Immersive Medien; Gutachterin für das Technologieförderprogramm ProFIT des Berliner Senats; Gutachterin für das Transmedia-Förderprogramm des Bundeskulturamtes BAK der Schweiz sowie das norwegische Artistic Research Programme NARP.
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